“Austritt von Chlorgas im Waldbad Pasching.” Das war das Übungsszenario einer großen Einsatzübung in Pasching.

Übungsannahme war ein Unfall mit Austritt großer Mengen an Chlorgas. Bei Eintreffen der Feuerwehren waren 11 Personen vermisst, es musste davon ausgegangen werden, dass die Vermissten schwer kontaminiert sein könnten.

Die beteiligten Feuerwehren Pasching sowie der Gefährliche Stoffe Zug Linz-Land 1 bestehend aus den Feuerwehren Freindorf, Hörsching, Traun, Leonding und dem Atemschutzfahrzeug der Betriebsfeuerwehr Nettingsdorf waren von Beginn an voll gefordert.

Das Einsatzgebiet musste großräumig abgesperrt und evakuiert werden. Der Aufbau einer umfangreichen Wasserversorgung war erforderlich, da Chlorgas – das schwerer als Luft ist – durch Besprühen mit Wasser als Erstmaßnahme in Bodennähe gehalten werden kann.

Rettungstrupps, ausgerüstet mit schwerem Atemschutz und speziellen Chemikalienschutzanzügen begannen sofort mit der Suche und Rettung der vermissten Personen.

Wichtig war auch der gleichzeitige Aufbau eines Dekontaminationsplatzes um sowohl die Geretteten als auch die Rettungstrupps, die mit dem Stoff in Berührung kamen, entsprechend zu dekontaminieren.

Die Zusammenarbeit der beteiligten Feuerwehren mit gesamt ca. 70 Feuerwehrmännern und -frauen ist erfolgreich abgelaufen und hat gezeigt, wie wichtig derartiges Training für den Ernstfall ist.

 

(Fotos FF Pasching, FF Traun)